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PC-Mehrstegplatten

Hohe Festigkeit und Steifigkeit

Zur Haubenausfachung der RWA- und Lüftungssysteme und zur Verglasung der Oberlichter und Shedbauten stehen diverse Polycarbonat-Mehrstegplatten zur Auswahl. Die Lichtstraßen EUROLIGHT und DELTALIGHT können zudem in der Ausführung harte Bedachung ausgelegt werden.

Polycarbonat ist ein Werkstoff, der sich hervorragend als Lichtelement eignet. Er zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Schlagzähigkeit und Steifigkeit aus. Darüber hinaus ist er beständig gegenüber vielen Mineralsäuren, Salzen, Oxidationsmitteln und Kohlenwasserstoffen. Die Lichtdurchlässigkeit der zur UV-Stabilisation beschichteten PC-Platten verändert sich durch Bewitterung nur geringfügig zum angegebenen Wert. Doch seine besonderen Vorteile entfaltet das Polycarbonat erst als Mehrstegplatte. Mit einem Gewicht von 2,6 – 3,2 kg/m² (16 mm starke Platte ohne Füllung) stellen Mehrstegplatten eine deutlich leichtere Alternative zu Glasausfachungen dar. Sie bieten hervorragende U-Werte und sind in der Variante HR5 Hagelschlagbeständig nach SIA Norm 280 bis zu einer Hagelkorngröße von 55 mm.

Polycarbonat Paneele

für Oberlichter und RWA-Systeme

Harte Bedachung

Bei der Auslegung als harte Bedachung wird die in der Tabelle orange markierte 16 mm PC-Mehrstegplatte zusammen mit einer darunter liegenden 1,1 mm starken GFK-Platte verbaut.

Die Bedeutung des U-Wertes

Der U-Wert ist ein Faktor der die Wärmeleitfähigkeit des Verglasungssystems ausdrückt. Er wird auch als Gesamt-Wärmeübertragungskoeffizient oder Wärmedämmwert bezeichnet. Er gibt den Umfang des Wärmeflusses durch das Verglasungsmaterial in Relation zur Zeit an und drückt somit auch die Isolierfähigkeit aus. Er ist die wichtigste Kennzahl im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz. Genau definiert gibt er die Energiemenge (in Joule = Wattsekunden) an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen stationär um 1 K (= Grad Kelvin) unterscheiden. Er ist eine spezifische Kennzahl der Materialzusammensetzung eines Bauteils. Je kleiner der Wert, desto besser.

Die jeweiligen U-Werte werden in der Regel für vertikale Einbaulagen angegeben. Im Allgemeinen verschlechtert sich der U-Wert bei horizontaler Einbaulage. Die U-Werte der Lumira-gefüllten PC-Mehrstegplatten sind bei horizontaler, also für die ungünstigste Einbaulage gemessen worden.

g-Wert und Verschattungskoeffizient

Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert)

Der Energiedurchlassgrad ist ein Maß für die Durchlässigkeit von Energie bei transparenten oder transluzenten Bauteilen (transluzent = lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig bspw. Milchglas). Er gibt den Energieanteil an, der zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung nach innen gelangen kann und dort zur Erwärmung beiträgt. Der g-Wert als Gesamtenergiedurchlassgrad ist die Summe aus der direkten Transmission solarer Strahlung, sowie der sekundären Wärmeabgabe nach innen durch Strahlung und Konvektion. Verlust entsteht durch Reflexion oder Absorption vom oder am transparenten Bauteil. Der g-Wert wird anteilig ausgedrückt. So entspricht ein g-Wert von 0,5 einem Gewinn von 50 % der einstrahlenden Energie. Oftmals wird in Datenblättern statt dem g-Wert auch die Solar Transmission (ST) oder Totale Solar Transmission (TST) angegeben. Der g-Wert entspricht der Totalen Solar Transmission geteilt durch 100.

Bsp.: TST = 83 entspricht einem  g-Wert = 83 / 100 = 0,83

Neben der Durchlässigkeit für sichtbares Licht ist der g-Wert vor allem abhängig von der Durchlässigkeit für Infrarotstrahlung, die auch als Wärmestrahlung bezeichnet wird. Da es sich um die Energie aus dem gesamten Spektrum handelt, kann aus dem g-Wert keine direkte Aussage über die Helligkeit in einem Raum getroffen werden. Der reflektierte Anteil der Energie gilt als Verlust, da dieser nicht mehr zur Erwärmung des Gebäudes beiträgt. Der absorbierte Anteil hingegen erzeugt im Material Wärme und trägt daher zur Energiebilanz bei. Jedoch geht dabei auch Energie nach außen verloren. Dieser Verlust durch Absorption variiert bei einer Doppelverglasung stark zwischen innerer und äußerer Scheibe, wobei ein höherer Verlust an der äußeren Scheibe besteht. Bei Polycarbonat-Mehrstegplatten zeigt sich ein ähnlicher Effekt zwischen den verschiedenen Kammern von außen nach innen.

Hohe Lichttransmissionswerte bedeuten, dass viel Tageslicht ins Gebäude gelangen kann. Um möglichst viel Tageslicht ins Gebäude zu bekommen, sollte die in Prozent angegebene Lichtdurchlässigkeit (auch als Lichttransmissionswert LT bezeichnet) möglichst hoch sein. Hohe Solartransmissionswerte, sprich ein hoher g-Wert bedeutet hingegen, dass viel Wärmestrahlung ins Gebäude gelangen, und das Gebäude sich somit über die Sonneneinstrahlung stark aufheizen kann. Daher sollte der g-Wert möglichst klein sein.

Verschattungskoeffizient (b)

Der Verschattungskoeffizient b (shading coefficient) nach VDI 2078 wird von Herstellern von Glas und PC-Mehrstegplatten oftmals anstelle des g-Werts genannt. Der Zahlenwert liegt proportional höher, da der g-Wert der betreffenden Scheibe oder Mehrstegplatte ins Verhältnis zum angenommenen g-Wert einer Zweischeiben-Normalverglasung gesetzt wird. Daraus resultiert:

b = g / 0,8

Bis Oktober 1994 wurde stattdessen Bezug auf eine 3 mm Einfachverglasung mit einem g-Wert von 87% genommen.  b = g / 0,87

roda PC16 HR5 ultra sturdy

PC-Mehrstegplatten

Bei den PC-Mehrstegplatten „roda PC16 HR5 ultra sturdy“ und deren softlite-Variante wurde in erster Linie auf eine hohe Hagelschlagfestigkeit geachtet, welche mit der Hagelschutzklasse HR5 belohnt wurde. Bei der Hagelschutzklasse HR5 spricht man von einer Durchschlagsicherheit gegenüber Hagel mit einem Durchmesser von 50 – 55 mm was in etwa der Größe eines Hühnereis entspricht. Mit einem Gewicht von ca. 60 Gramm erreicht ein solches Hagelkorn eine Fallgeschwindigkeit von ca. 30 m/s und eine Aufprallenergie von ca. 28 Joule. Man spricht hier von einem „Großen Hagel“, der Fenster- und Autoscheiben beschädigen und ggf. durchschlagen und kleine bis mittelgroße Äste von Bäumen schlagen kann.

Merkmale roda PC16 HR5 ultra sturdy:

  • Beschreibung: Mehrstegplatte aus Polycarbonat
  • Stärke: 16 mm
  • UV-Schutz: beidseitig UV geschützt
  • Wärmedämmung: 1,8 W/m²k
  • Lichtdurchlässigkeit: 60% transparent / 40% opal
  • Solarfaktor: 62% transparent / 45% opal
  • Schattierungskoeffizient: 0,71 farblos / 0,52 Opal
  • Brandklasse: B-s1,d0 farblos EN13501-1 / B-s2,d0 opal EN13501-1
  • Minimaler Biegeradius: 3000 mm
  • Zertifizierung: Hagelschutzklasse HR5 gem. Prüfbericht Nr. 446 vom 19.11.2013

Merkmale roda PC16 HR5 ultra sturdy softlite:

  • Beschreibung: Mehrstegplatte aus Polycarbonat
  • Stärke: 16 mm
  • UV-Schutz: beidseitig UV geschützt
  • Wärmedämmung: 1,86 W/m²k
  • Lichtdurchlässigkeit: 57%
  • Schattierungskoeffizient: 0,65
  • Brandklasse: B-s2,d0 (EN 13501-1)
  • Minimaler Biegeradius: 2400 mm
  • Zertifizierung: Hagelschutzklasse HR5 gem. Prüfbericht Nr. H217VKF vom 25.08.2014

Kondensat:
Polycarbonat ist ein hygroskopischer Werkstoff, der Diffusion von Wasserdampf durch das Material zulässt. Abhängig von dem Feuchteanteil und der Temperatur inner- und außerhalb der Gebäude kann in den Kammern zumeist temporär begrenzt Kondensat anfallen, das die Qualität der Verglasung aber nicht berührt.